So wie es in den Wald schallt, schallert's wieder raus 🍺🍾

23.07.2016Aufwachen 7 Uhr. Zug nicht mehr erreichbar. Doch da eh die Hälfte unserer Gruppe im Sterben lag, beschloss die andere Hälfte eins der traditionellen Schwimmbäder zu besuchen. In dem Schwimmbad wurde mit einem ungarischen Rentner namens Blace gebadet und einige Saunagänge abgehalten. Der andere lag 4 Stunden lang im Bett und suchte seine Augenlieder nach inneren Verletzungen ab. Als das Team wieder komplett war, deckte man sich mit einer Palette Dosenbier und 10 Käsestangen ein. An dieser Stelle möchte ich nochmal erwähnen, dass diese komplett scheisse waren und direkt entsorgt wurden. Brotbacken sollten Altösterreich lieber lassen... 12 Uhr Ankunft, 12:05 Abfahrt, perfektes Timing. Im Zug dann die nächste scheisse: kein Platz. Also ab ins Zwischenabteil und oberkörperfrei die Dosen zischen. Laute...sehr laute Musik durfte nicht fehlen. Anders als gedacht mochten die Gäste unseren Musikgeschmack und ungarische Kinder tanzten zu dem Song: für die Asozialität, welchen Team Deutschland laut im Abteil performte. Auch anders als erwartet, feierte ebenfalls der Schaffner unser Auftreten. Dieses könnte sich jedoch auch daraus ergeben haben, dass das Schaffnerteam von uns mit Dosenbier eingedeckt wurde. Vadislaw der Chefschaffner war direkt unser Freund. 5 Minuten später kam dieser zurück, grinsend und ohne Dosenbier. Guter Zug. Während wir uns eine Zigarette drehten, fragten wir Vadislaw nach dem nächsten Halt, da er uns darauf hinwies, dass das Rauchen im Zug nicht gestattet sei. Daraufhin zeigte er auf die Toilettentür und zwinkerte uns zu. Alle drei Beteiligten lachten sich tot. Mit Erlaubnis schmeckt eine Zigarette auf der Toilette gleich besser und ist nicht so heiß geraucht wie sonst. Nach einigen Dosenbier und kippen später dann die Überraschung: eine komplett freie Kabine mit 6 freien Plätzen stand zur Verfügung. Perfekt !!!! 2 Tommychicks aus London wurden von uns direkt zum Höllensuff eingeladen. Seltsamerweise folgten sie dieser Aufforderung direkt. Ungewohnt war an dem Engländern, dass sie nüchtern waren. Dies wurde schnell mit dem Kauf mehrerer Weinflaschen geändert. So eine Kabine ist schön und gut, aber die Raucherzone im Zug war nun für unseren Pegelstand weit entfernt. So wurden die Schaffner gefragt, ob nicht das Qualmen auch im Abteil in Ordnung wäre. Sofort gaben sie uns die Erlaubnis und erhielten 10€ und 2 Dosenbier. Das Grinsen der Schaffner glich einem Sonnenaufgang in Japan. Erst die serbische Grenzpolizei forderte uns auf das Rauchen zu unterlassen. Doch nachdem wir dem Polizisten erzählten, dass die Schaffner unsere Verbündeten sind, hielten die Klabatschos auch ihre Fresse und zogen einen Haufen Zigeuner aus dem Zug. Diesmal wurde nur gesoffen und rumgemacht. Tanzen und Frisbee spielen fiel aufgrund Platzmangel aus. Nach 8 Stunden Fahrt erreichten wir Belgrad. Ach du heilige Scheisse, was ist dass denn. Das ist ja richtig schäbig..... Der Hammer !! Nachdem wir eine Stunde das reservierte Hostel gesucht hatten, dann der Schock: Wir müssen auf der Straße schlafen. Die Rezeption ging ans Telefon doch verweigerte uns den Check in , da das Hostel bereits Nachtruhe hatte. Nach mehreren Faustschlägen gegen etliche Gegenstände, machte man sich auf den Weg eine Alternative zu finden. Es schien als hätte kein Hostel mehr geöffnet und die Hotelpreise glichen denen in Deutschland. Damit wollten wir uns nicht abgeben. Weiter ging die Suche. Zufällig traf man zwei Finnen auf der Suche nach ihrem Hostel. Diese führten uns direkt ins Paradies. Nachdem wir aussagten, dass wir lediglich einen Raum suchten, um unsere Rucksäcke abzustellen, wurde die Sympathie der Rezeption geweckt. Die Aussage, dass wir auf das andere Hostel scheißen und direkt hier bleiben, steigerte diese enorm. Da wir unser Bargeld im Zug versoffen hatten und keine Kartenzahlung möglich war, mussten wir die 80 Euro für 4 Tage Belgrad am nächsten Bankautomat abheben. Also Rucksäcke reingeworfen und mit dem Rezeptionist ab zum nächsten Bankautomat. Das Trinkgeld wurde abgelehnt und lediglich ein Bier gefordert. Aus dem einen Bier wurden auf einmal 15 Bier.... oder so. Da wir mittlerweile alle einen im Tee hatten, lockerten sich die Gesprächsthemen. Erst ging es um Fußball, dann um Knast und Mafia. Da er mehrmals mit einem Pistolengriff auf den Kopf eines Bonzen schlug, hatte dieser danach keine Rolex mehr. 1 1/2 Jahre Gitter vor der Nase, spielt doch keine Rolex. Korrekter Typ!!!! Er zeigte uns in mehreren Videos seine Sympathie zum roten Stern Belgrad. Da wir diese bereits kannten, machten wir uns auf den Weg zur nächsten Kaschemme. Nach zwei weiteren Kneipen und serbischer Livemusik mit tanzenden Ostblockschnecken, ging es auf den Heimweg. Hier traf man einen gitarrespielenden Ureinwohner Serbiens. Dieser verfolgte uns gegen Trinkgeld mit Songs wie "I Love drinking Beer" und dem Mafia theme Song den halben Weg nach Hause. Geiler Auftritt. Nach einer Stunde Suche war das Hostel gefunden und es hieß ab ins Bett.

25.7.16 23:17, kommentieren

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Uboot statt Schiffsfahrt

22.07.2016 Der Kopf tut weh, die Glieder schmerzen... Es half dennoch nichts, denn am letzten Tag in Budapest wollte man nach dem Wäschewaschen in eines der historischen Schwimmbäder gehen und später am Abend eine Schifffahrt machen. Um die Wartezeit zu vertreiben, wurde vor dem Waschsalon ein kleines Kühles getrunken. Aus dem kleinen wurde ein großes und in das nächste große fiel dann auch noch ein kurzer Jägermeister. 6 Stunden später war die Wäsche schon lange fertig und wir nun auch. Schwimmen schlug fehl und die Bootsfahrt fiel ins Wasser. Dank des Tipps der Bardame frühstückten wir um 22 Uhr in einem ungarischen Restaurant. Das reichhaltige Essen machte es leider nur noch möglich, ein paar Flaschen Wein im Park zu naschen. Der Zug nach Belgrad musste um 8 Uhr erreicht werden... Deshalb hieß es um 4 Uhr: Ab ins Bett.

25.7.16 13:45, kommentieren